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Einführung
Worin besteht dein eigentliches Wesen? Ist es materiell, einfach nur eine Anhäufung von materiellen Atomen und Molekülen? Oder ist es etwas anderes? „Wer bin ich?“ Vielleicht hast du dir diese Frage noch nie gestellt. Möglicherweise glaubst du schon zu wissen, wer du bist. Es ist jedoch leider eher davon auszugehen, dass du nicht weißt, wer du bist. Und wenn du deine wahre Identität nicht kennst, dann steckst du in einer misslichen Lage. Du verbringst dein Leben in einer Art Traumzustand und hältst dich fälschlich für etwas bzw. für jemanden, das bzw. der du gar nicht bist. Auf der Grundlage dieser falschen Identifikation bestimmst du dann, was deine Lebensziele sind und worin der Sinn deines Daseins besteht. Diese Ziele dienen dir als Maßstab, um festzustellen, ob du im Leben „Fortschritt“ machst bzw. „erfolgreich“ bist. Außerdem wirst du durch ein weit verzweigtes Netz von Beziehungen mit anderen Träumern in dieser Illusion bestärkt. Beim Tod (bisweilen auch schon früher) verwandelt sich das alles jedoch in einen Alptraum. Es ist also eine äußerst praktische Notwendigkeit zu wissen, wer du bist. Die Frage „Wer bin ich?“ ist kein philosophisches Ping-Pong-Spiel für Pseudointellektuelle in Kaffeehäusern. Es handelt sich hier um eine Frage, die mit dem realen Leben zu tun hat. Nichts ist wichtiger und entscheidender als zu wissen, wer du bist. |
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